Warum ist Asbest so gefährlich?

Asbestos heißt unvergänglich, unauslöschlich. Der aus dem Griechischen stammende Name erklärt die Bedeutung dieses vielseitig verwendeten Materials, zeigt aber gleichzeitig seine Gefahr für die Gesundheit: Der menschliche Organismus kann Asbest nicht abbauen.

Makrophagen greifen erfolglos eine Asbestfaser an

Normale Staubpartikel, die in die Tiefe der Lunge vordringen, werden von Fresszellen (Makrophagen) aufgenommen und entweder chemisch zerstört oder abtransportiert. Die Asbestfaser jedoch spaltet sich in eine Vielzahl dünner Fasern: Nadeln, die nur bis zu 0,03 µm stark aber um ein Vielfaches länger sind als die Fresszellen.

Bei dem Versuch, die Faser zu beseitigen, spießen sich die Fresszellen regelrecht auf. an den Durchtrittsstellen fließen Stoffe aus und verursachen die Bildung von Bindegewebe. Durch diese Vernarbung des Lungengewebes werden die Lungenbläschen in ihrer Funktion gestört: Der Sauerstoff muss einen längeren Diffusionsweg zurücklegen und gelangt nur noch verzögert oder gar nicht mehr ins Blut.

Asbestfasern verbleiben zeitlebens in der Lunge. Mit einer hinreichenden Konzentration wird die Lunge allmählich zerstört. Es entsteht die Asbeststaublunge (Asbestose). In 10-20% der Fälle kann sich ein Lungenkrebs oder ein Lungen-/Brustfelltumor entwickeln. Die Latenzzeit für diese Erkrankungen beträgt 20 bis 40 Jahre.

Da der „Asbestboom“ erst in den 80er Jahren gestoppt wurde, muss mit einer weiteren Zunahme der Erkrankungen durch Asbest gerechnet werden.

Berufsgruppen, die beim Herstellen und Verbauen von Asbestprodukten beschäftigt waren, sind besonders gefährdet. Aber auch bei unkontrollierten Abbruch- oder Sanierungsarbeiten entsteht eine extrem hohe Asbestkonzentration – das Krankheitsrisiko wird auf viele Menschen verteilt.

Aber auch während der normalen Nutzung von Gebäuden können Asbestfasern freigesetzt werden, insbesondere, wenn sich Asbestprodukte im Lüftungssystem von Gebäuden befinden. Schon bei der gesetzlich vorgeschriebenen Funktionsprüfung von Brandschutzklappen älteren Baujahres können Asbestfasern freigesetzt werden.

Asbest in Lüftungsanlagen von Gebäuden

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