Dichtigkeit von Kälteanlagen

Seit dem Jahr 2000 haben Sie als Anlagenbetreiber die Pflicht, alle stationären Kälte- und Klimaanlagen mit einer Füllmenge ab 3 kg FCKW oder H-FCKW jährlich auf Dichtheit überprüfen zu lassen und diese Kontrolle entsprechend zu protokollieren. Damit soll verhindert werden, dass beispielsweise das Kältemittel R22 im Normalbetrieb austreten und in die Atmosphäre gelangen kann.

In der aktuellen Chemikalien-Klimaschutzverordnung geht es nicht mehr nur um die „Ozonkiller“ FCKW und H-FCKW – auch der Betrieb von Kälteanlagen mit treibhausfördernden Stoffen wie FKW und HFKW wird streng geregelt. Diese sind beispielsweise in den Kältemitteln R134a, R404A und R410A enthalten, die in Kälteanlagen verwendet werden, die nach 2000 in Betrieb gegangen sind.

Obergrenzen für den Kältemittelverlust

Während des Normalbetriebs von Kälteanlagen darf der spezifische Kältemittelverlust die festgeschriebenen Grenzwerte nicht überschreiten:

 

Kältemittelfüllmenge
< 10 kg
10 bis
100 kg
> 100 kg
gültig ab
         
Erstbetrieb der Anlage:
         
nach dem 30.6.2008
3%
2%
1%
1.7.2008
         
30.6.2005 – 30.6.2008
6%
6%
2%
1.7.2011
         
vor dem 30.6.2005
8%
6%
4%
1.7.2011


Die Betreiber von Kälteanlagen haben den Zugang zu allen lösbaren Verbindungsstellen sicherzustellen, sofern dies technisch möglich und zumutbar ist.

Für Verflüssigersätze/Kaltwassersätze gelten noch strengere Grenzwerte: Ab einer Füllmenge von 3 Kilogramm darf der Kältemittelverlust generell maximal 1% betragen.


Dichtigkeitskontrollen

Für stationäre Kälte- und Klimaanlagen ab 3 kg Kältemittelfüllmenge muss mindestens einmal im Jahr die Dichtheit durch sachkundiges Personal geprüft werden. Die Anlagen müssen regelmäßig und fachgerecht inspiziert und gewartet werden.

Durch gesetzlich vorgeschriebene Prüfintervalle wird eine intensive Überwachung gewährleistet. Die Anlagen sind auf undichte Stellen zu untersuchen, aus denen Gase entweichen können. Festgestellte Lecks müssen sofort zu repariert werden.

Die Häufigkeit der Dichtigkeitskontrollen ist in Abhängigkeit von der Kältemittel-Füllmenge festgelegt:

  • alle 12 Monate für Füllmengen zwischen 3 und 30 kg
  • alle 6 Monate für Füllmengen zwischen 30 und 300 kg
  • alle 3 Monate für Anlagen mit Füllmengen über 300 kg

Die Häufigkeit der Kontrollen halbiert sich für Anlagen mit Füllmengen über 30 kg und 300 kg, wenn ein geeignetes und funktionstüchtiges Leckage-Erkennungssystem eingebaut ist.

Ab einer Füllmenge von 300 kg ist ein Leckage-Erkennungssystem vorgeschrieben, das alle 12 Monate zu überprüfen ist.


Angebote der Prüfling Lufttechnik GmbH

Dichtigkeitsprüfungen und Protokolle. Als zertifiziertes Kältetechnikunternehmen können wir die gesetzlich vorgeschriebenen Dichtigkeitskontrollen für Sie durchführen. Für Ihr Anlagen-Logbuch stellen wir Ihnen die Dichtigkeitsprotokolle zur Verfügung.

Wartungsvertrag. Bei Abschluss eines Wartungsvertrages werden alle gesetzlichen Auflagen komplett durch uns durchgeführt und dokumentiert. Je nach Art und Größe der Anlage berücksichtigen wir automatisch die vorgeschriebenen Prüfintervalle.

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Tel. 089 / 60 86 46 - 0

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Gesetzliche Grundlagen

  • Verordnung (EG) Nr. 2037/2000 vom 29. Juni 2000
  • Verordnung (EG) Nr. 842/2006 vom 4. Juli 2007, „F-Gase-Verordnung“
  • Chemikalien-Klimaschutzverordnung (ChemKlimaschutzV) vom 2. Juli 2008