Wartungskalender Kältetechnik:
Immer eine Jahreszeit voraus

Frühling

Im Frühling werden alle Arbeiten durchgeführt, damit Ihre Kälteanlage die „Hochsaison“ ohne Ausfall übersteht. Demzufolge ist die Hauptwartung die wichtigste Wartung des Jahres. Dazu gehören unter anderem diese Arbeiten:

  • Register reinigen, damit die Kälteanlage die in den Räumen aufgenommene Wärme optimal an die Umgebung abgeben kann
  • Filtertausch der Innengeräte entsprechend der Hygienerichtlinie (VDI 6022)
  • Lauf der Einzelkomponenten überprüfen
  • Dichtigkeitsprüfung
  • Funktionsprüfung und Optimierung
  • Kältemittelmenge überprüfen
  • Betriebsstoffe kontrollieren
  • Funktionsprüfung und Optimierung

Sommer

Im Sommer sind in der Regel keine Wartungsarbeiten nötig, es sei denn, die Anlage ist besonders verschmutzt (beispielsweise durch einen Laubbaum, der die Ansauganlage zusetzt).

Neukontakten, die Probleme mit einer falsch ausgelegten oder verkalkten Kälteanlage haben, helfen wir, die extrem heißen Tage zu überstehen, beispielsweise durch die provisorische Nachschaltung eines Koaxialwärmetauschers.

Aber spätestens im Herbst sollte die Anlage so umgebaut werden, dass sie für den nächsten Sommer gerüstet ist.


Herbst

Wenn im Herbst die Außentemperaturen sinken, ändern sich die Verflüssigungsdrücke in den Kälteanlagen. Anlagen mit Wärmepumpenfunktion fangen an zu heizen.

Die zweite Reinigung des Wartungsjahres steht an. Nach dem Ende der Pollenzeit müssen die Register gereinigt werden – insbesondere die Außenregister.

Je nach Kältemittelmenge muss auch die Dichtigkeit der Anlage erneut überprüft werden (ein- bis viermal im Jahr).


Winter

Wenn die Temperaturen im Winter zum ersten Mal unter minus 15 Grad sinken, haben Spezialisten für Kälteanlagen viel zu tun.

Diese verblüffende Tatsache erklärt sich aus einer typischen Eigenschaft des Kältemittels: Es versucht stets, zum kältesten Punkt des Kältekreislaufes zu fließen. Steht die Kälteanlage im (warmen) dritten Untergeschoss und die Außenregister im 5. Obergeschoss, wird das komplette Kältemittel entgegen der Gravitation immer zu den Außenregistern streben. In der Folge geht die Anlage nach dem Einschalten in den Niederdruckbetrieb und kann nicht anlaufen.

Moderne Kälteanlagen enthalten technische Funktionen, um diesen Effekt zu verhindern:

  • Anstauregelung. In der Anlage wird künstlich ein Mindestdruck erzeugt, der verhindert, dass die Anlage nicht sofort in den Unterdruckmodus wechselt, so dass das Kältemittel wieder zurückfließen kann.
  • Sicherheitsschaltungen, die das Abwandern des Kältemittels verhindern.
  • Drehzahlregelungen

Sollte die Anlage nicht über diese Funktionen verfügen, wird es relativ aufwändig, das Kältemittel wieder zurückzuholen. Daher ist es um so wichtiger, die genannten Funktionen bereits vor der ersten Kältewelle zu überprüfen.

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